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Juni 2018: Im Sog

Talente sind grenzenlos
Die Talenteküche bereitet junge Asylsuchende auf eine Lehre in der Gastronomie vor
Wie You-Tube Kinder verstört
Vorsicht! Auf Kindervideos könnten Szenen von Gewalt folgen
Anpfiff in Graz
Die 17-jährige Marwa Wali ist Schiedsrichterin beim Homeless-Worldcup in Graz
Zukunftsprojekt Alter
Im Haus Rafael kann man im Alter selbstbestimmt und in Gemeinschaft leben
Ab nach Ghana
Maja Ansah und Tochter Kanea packen ihre Koffer und ziehen nach Westafrika



Editorial
von Annelies Pichler

Als vor 15 Jahren am Grazer Hauptplatz das erste Match des Homeless World Cups (HWC) angepfiffen wurde, war klar, dass dieses Turnier seine Reise um die Welt antreten würde. Zumindest die Berichte darüber: Viele Straßenzeitungen hatten sich bereit erklärt, darüber zu schreiben. Denn die Idee stammte von einer der Konferenzen des weltweiten Straßenzeitungsnetzwerks INSP. „Es war die Frage aufgeworfen worden, wie Straßenzeitungen dazu beitragen könnten, eine Globalisierung von unten voranzutreiben. Eine, von der Menschen am Rand profitieren können“, erzählt HWC-Mitinitiator Harald Schmied. Als damaliger Megaphon-Leiter diskutierte er diese Frage mit seinem schottischen Kollegen Mel Young. Da blitzte der Gedanke auf: Straßenfußball. Jetzt ging es darum, einen Event auf die Beine zu stellen, der rund um den Globus als Marke erkannt wird. Im Jahr 2003, als Graz Kulturhauptstadt war, stand das Konzept. Mehr noch: Schmied hatte genug Förderer und Förderinnen für seine Umsetzung gewonnen. Der erste Homeless World Cup wurde zu einem der Highlights des Jahres. 15 Jahre später kann man den Initiatoren nur gratulieren: Der HWC begeistert Menschen rund um den Erdball und er hat ein System entwickelt, das Menschen vernetzt und stärkt. Die 18-jährige Marwa Wali wird heuer als Schiedsrichterin beim Grazer Jubiläums-Turnier, dem European Street Football Festival 2018 (3. bis 6. Juli), dabei sein.

In einen ganz anderen Sog – einen gefährlichen – geraten dagegen unzählige kleine Kinder über vermeintlich harmlose YouTube-Videos. Autorin, Journalistin und Puls4-Moderatorin Corinna Milborn hat sich mit dem Thema beschäftigt und wir danken ihr für ihrenn aufrüttelnden Beitrag, den wir besonders Eltern kleiner Kinder ans Herz legen.
Unwiderstehlich angezogen von Afrika ist Sozialpädagogin und Modedesignerin Maya Ansah. So sehr, dass sie mit ihrer sechsjährigen Tochter Kanea für mindestens ein Jahr nach Ghana zieht. Während Kaneas Vater, den die Liebe vor Jahren in die Steiermark gebracht hat, in Österreich bleibt.
Beim Festival Chiala Afrika im Grazer Augarten kann übrigens von 15. bis 17. Juni jede/r Afrika-Luft schnuppern und dabei vielleicht auch die eine oder den anderen unserer Megaphonverkäufer innen treffen, bevor der Sommer die meisten von uns in den Süden zieht. Wäre doch schön.



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