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Den Mutigen gehört die Welt

Von: Annelies Pichler

Packen wir es an, dieses neue, noch so junge Jahr 2018! Für sich alleine betrachtet, wiegt es noch nicht schwer. Wir wagen es, den Ballast der Vorjahre loszulassen und mit Zuversicht nach vorne zu schauen. Freilich gibt es einiges, das wir aus unserer Vergangenheit mitnehmen und nicht so einfach hinter uns lassen können. Doch: Was genau hält uns zurück? Und: Was bringt uns weiter? Reisen wir nicht besser mit leichtem Gepäck? Den Mutigen gehört die Welt! Ihnen widmen wir diese Ausgabe.

Wir sprachen mit zwei jungen Männern aus Afghanistan, die als Minderjährige allein nach Österreich gekommen sind. Vielleicht waren sie nicht immer mutig, spätestens auf ihrer Flucht aber wurden sie es. Heute müssen sie mit ihren Traumata leben und das in einem Land, das es ihnen sehr schwer macht, Fuß zu fassen. Jahrelang leben sie in der Ungewissheit, ob sie hier bleiben können. Immer wieder stehen sie vor Hürden. Eine davon ist die Langeweile mit ihrer zermürbenden Kraft. Täglich müssen sich die beiden selbst Mut machen. Sie wissen: Wer resigniert, hat keine Chance (Seiten 8 und 9).
Schon vor elf Jahren erbrachte Alex Jürgen eine couragierte Pionierleistung für Menschen, denen kein Geschlecht eindeutig zuordenbar ist. Jürgen ließ sich von der Regisseurin Elisabeth Scharang über einen langen Zeitraum für den Film „Tintenfischalarm“ begleiten. So wurde es über die Kamera nachvollziehbar, wie es ist, in einem Körper zu leben, der nicht weiblich ist und nicht männlich. Sondern beides. Heute kämpft Jürgen für die Anerkennung des dritten Geschlechts (Seiten 14 und 15).
Von Kritik lässt sich die Studentin Salme Taha Ali Mohamed nicht abhalten. Auch nicht, wenn es um ihr Kopftuch geht. Doch überrascht hat es sie schon, woher die Kritik sehr oft kommt. Auf den Seiten 16 und 17 übt sie unter dem Titel: „Achtung, Sittenwächter!“ nun selbst Kritik.
Sehr schade ist es, dass sich nur noch sehr wenige Mediziner/innen finden, die Drogenersatztherapien anbieten wollen. Mit Jahresbeginn tritt eine neue gesetzliche Regelung in Kraft, von der viele hoffen, dass sie motivierend wirken wird (Seiten 6 und 7).

Mut zeigt sich nicht nur in großen Taten. Sondern immer dann, wenn wir uns ein Herz fassen und aufs Gelingen setzen. Und so wünschen wir Ihnen viel Zuversicht in das Jahr 2018!

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