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Bunny Lake: Bunny Lake (© Christoph Pirnbacher)

Into The Future

Von: Christof Huemer

BUNNY LAKE. Sie biegen mit „Into The Future“ in die Disco ab und tänzeln dort die Krise aus.

Im Juli, erzählt Christian Fuchs, gehe es für Bunny Lake wieder ins Studio, nach Leibnitz. Man werde zu dritt – Bunny Lake bestehen neben Fuchs noch aus Sängerin Suzy On The Rocks und dem im Hintergrund tüftelnden Steirer Bernd Heinrauch – an neuen Songs arbeiten. Wohin die Reise musikalisch geht, wisse man aber noch nicht.
Fuchs, der sich für FM4 regelmäßig in die Schummrigkeit der „Twilight Zone“ begibt, hört sich beim Thema „Nächs­tes Album“ übrigens nicht so an, als stünde er unter Erfolgsdruck; ganz als wäre das Trio nicht erste heimische Anlaufstelle für Popmusik, die nicht nur international tut, sondern es auch ist.
Vielleicht hat diese Entspanntheit seine eigene Logik. De facto würde es ja reichen, wenn die Welt diesmal besser aufpasst und Bunny Lake ab dem nächsten tollen Album einfach standesgemäß behandelt. „Es ist in Österreich sehr schwer, von der Musik zu leben, in einer Band-Konstellation eigentlich unmöglich“, muss Fuchs den eigenen Erfolg aber derweil noch relativieren. Und andererseits sagen: „Der Mainstream umarmt einen sehr leicht.“
Einer der Gründe, warum der Mainstream die Arme breit macht, ist nun die prall pulsierende Hymne „Into The Future“. „Dieser Song war für uns ein absoluter Schlüsselmoment“, erinnert sich Fuchs und erzählt, wie man dem optimistischen Stück zuerst selbst nicht traute. „Wir haben uns gefragt: Ist das jetzt unser Songcontest-Beitrag?“ Immerhin lenkte „Into The Future“,  gedacht als Frohbotschaft an den krisengebeutelten Freundeskreis, die Band doch von der dunklen Electro-Ecke mitten unter die Discokugel. Um nicht zu sagen: hin zur Massentauglichkeit.
„Into The Future“, eine beherzt stampfende Meditation über jenen Moment, an dem sich Ermattung in Euphorie verwandelt, wurde zu Bunny Lakes Neuerfindung. Am 7. August praktiziert Bunny Lake sie nebst anderen Songs in Graz. Seien also auch Sie dabei, wenn es dann wieder heißt: „Another day, another night, we will be fucked up, but alright. Into the future, here we come!“  

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